EMV elektrischer Antriebe

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EMV-Regeln

Die meisten der nachfolgend angegebenen Regeln wurden in den vorherigen Abschnitten bereits im Grundsatz behandelt. Die folgende Liste ist deshalb als kurze und kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Handlungsanweisungen zur Sicherstellung der EMV vorgesehen.

  • Netzdrossel und Netzfilter (Funkentstörfilter) verwenden
  • Ausgangsdrossel, du/dt-Filter oder Sinusfilter verwenden
  • Motorleitungen schirmen, Schirm beidseitig flächig, elektrisch gut leitend auflegen (keine Beidrähte)
  • Schirm der Motorleitung nicht unterbrechen und bis zum Umrichter führen
  • Umrichter und Funkentstörfilter auf gemeinsamer, elektrisch gut leitendender Montageplatte anordnen
  • Eigene Stromversorgung für Antriebe
  • Sternförmige Versorgung
  • Möglichst flächiger Potentialausgleich
  • Geschirmte Gehäuseteile von Antrieben und Automatisierungsgeräten nicht entfernen
  • Kabel passend ablängen
  • Signalleitungen geschirmt ausführen, Schirmauflage flächig, elektrisch gut leitend ausführen, (keine Beidrähte), Reserveadern auf Masse legen
  • Schirme von analogen Leitungen einseitig auflegen
  • Schirme von digitalen Leitungen (Feldbusse, digitale Signale) beidseitig auflegen
  • Hin- und Rückleiter im gleichen Kabel führen
  • Leitungen des gleichen Stromkreises möglichst verdrillen
  • Schütze und Relais beschalten, Beschaltung nahe an der Schaltspule anbringen
  • Alle Schaltschrank- und Gehäuseteile flächig, elektrisch gut leitend verbinden (Abschirmung el. Felder)
  • Keine lackierten Flächen aufeinander montieren
  • Schranktür mit kurzen Massebändern mit Schrankgehäuse verbinden
  • Signalleitungen möglichst auf einer Seite des Schaltschranks und in einer Ebene einführen (Feldgebundene Störungen durchsetzen alle Leitungen in gleicher Weise und rufen "nur" Gleichtaktstörungen hervor), Störströme kompensieren sich dann besser in ihrer Wirkung
  • Schirmschiene und Netzfilter am Schrankeintritt platzieren
  • Schirmschiene mit Schrankgehäuse flächig, elektrisch gut leitend verbinden
  • Energiereiche Störquellen (z. B. Umrichter) von potenziellen Störsenken (z. B. Steuerungen) räumlich getrennt anordnen, z. B.
    • in getrennten Schaltschränken
    • in einem Schaltschrank, aber in verschiedenen Zonen, Zonen durch geerdete Trennbleche entkoppeln
  • Leistungs- und Signalleitungen räumlich trennen (0,2 m), Leistungs- und Steuerleitungen nicht in einem Kabelkanal verlegen, Netzzuleitung und Motorleitungen trennen
  • Leitungen dicht an der Schrankmasse bzw. geerdeten Schrankblechen verlegen

 

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